Tantramassage – was ist das? Eine erotische Massage?

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Beautiful young lady with eyes closedWer noch nicht bei uns im Dakini in Köln war, fragt sich vielleicht, was er sich unter einer Dakini Tantramassage vorstellen soll: Sind beide nackt? Ist es eine erotische Massage? Geht es um Sex? Und was ist eigentlich Tantra?

Tantra dient, vereinfacht gesagt, der Erweiterung der sinnlichen Erlebnisfähigkeit eines Menschen. Wir bieten die Massage Frauen, Männern in Einzelmassagen sowie Paaren an. Und ja – im Rahmen eines ganzheitlichen Verehrungsrituals ist Nacktheit ganz natürlich. Trotzdem geht es nicht um Sex, sondern es ist und bleibt eine Massage. Das heißt, die Rollen sind klar verteilt: Die Tantramasseurin oder der Tantramasseur geben die Massage und der Empfänger bzw. die Empfängerin genießen einfach nur, was durch die Berührung in ihrem Körper, ihrem Herzen und ihrer Seele ausgelöst wird. Es geht bei unseren Tantramassagen um Selbstwahrnehmung, um Sinnlichkeit, um den natürlichen Fluss von Energien. Um Wertschätzung des Körpers. Das kennen viele ansatzweise von Wellnessmassagen wie Lomi Lomi oder Ayurveda, bei denen man durch die fremden Hände in himmlische Sphären entführt wird. Nur, dass die Tantramassage kein Körperteil tabuisiert und wirklich alles einbezieht, auch den Genitalbereich. In die Tantramassage wird sexuelle Energie integriert – der Mensch fühlt sich als ganzer Mensch gesehen und geehrt.

“Ein Mensch fühlt oft sich wie verwandelt, sobald man menschlich ihn behandelt.”  Eugen Roth

Und Yoni- und Lingammassage? Sie sind der intime Teil der Tantramassage

Kunstvolle Objekte Lingam, indische TantramotiveBei den Empfängerinnen heißt der Schoßraum auf Sanskrit Yoni und so wird der intime Teil der Tantramassage für Frauen Yoni-Massage genannt. Bei den Männern wird der Penis mit dem Sanskrit-Begriff Lingam bezeichnet. Die Yoni-Massage und die Lingam-Massage sind quasi die Schlussteile der Tantramassage. Eine Tantramassage weckt spielerisch die Sinne, indem sanfte Streichungen eingesetzt werden, auch Seidentücher, Federn, Fell und Düfte. Atmen spielt dabei eine große Rolle, um in eine tiefe Entspannung zu finden. Musik unterstützt mit Mantren und harmonischen Klängen. Wenn der Körper so über eine Dauer von mindestens einer Stunde sinnlich erweckt wurde, die Seele befriedet und das Herz berührt ist, bildet die Massage des Intimbereichs einen stimmigen Abschluss. Insgesamt kann eine Tantramassage alles sein: einfach nur schön, berührend, aufwühlend, herzerwärmend, heilend, spannend, erotisch, spirituell und orgiastisch. Muss sie aber nicht. Die Tantramassage wird oft als absichtslos bezeichnet – das ist so zu verstehen, dass es Spielraum gibt, auf das einzugehen, was in dem Moment ist. Sie muss nicht mit einem Orgasmus enden, sie muss nicht erotisch sein, kann mit ganz anderen emotionalen Nuancen berühren und nachhaltig durch seelische Veränderungen wie mehr Selbstakzeptanz überraschen. Schon mancher Mann oder manche Frau hat auf Empfehlung des Arztes/der Ärztin eine Tantramassage gebucht und neue Türen taten sich auf (sh. Feedback I und Feedback II).

Sexualmagische Rituale sind nur ein kleiner Teil des großen Tantra

Maithuna-Figur aus dem Tantra Mann und FrauTantra angemessen zu erklären, würde Bücher füllen, aber wir versuchen uns hier im Wesentlichen: Tantra ist eine über 2000 Jahre alte Philosophie aus Indien. Sie beinhaltet neben praktischen Aspekten zur Lebensführung, wie regelmäßige Yoga- und energetische Atemübungen sowie Ernährungsvorschriften auch religiöse Aspekte durch die Verehrung verschiedener Gottheiten wie Shakti, Shiva, Kali und anderen. So gibt es zum Beispiel den Shaktismus, die Verehrung der Ur-Göttin. Diese Strömung entstand im hinduistischen Tantra, daneben gibt es aber viele andere Formen, auch buddhistisches Tantra. Insgesamt wird im Tantra die Welt als miteinander verbunden, als verwoben betrachtet, auf allen Ebenen. Auch energetisch. Sexualität wird nicht – wie in der christlichen Kultur – abgespalten und abgewertet, sondern als wesentliche Lebenskraft in Kulthandlungen und Rituale integriert. Allerdings wurden nur in kleinen elitären Gruppen sexualmagische Rituale wie die Vereinigung von Mann und Frau in Form des Maithuna-Rituals praktiziert, um eine Verschmelzung des Irdischen mit dem Göttlichen und allen umgebenden Energien zu erreichen – auch zur Erlangung von Macht. Solche Sexualrituale bzw. sexualmagischen Kulthandlungen findet man auch im chinesischen Taoismus, im tibetischen Buddhismus und im indianischen Schamanismus. Die Erweckung sexueller Energien kann demnach als Schlüssel zu höheren Empfindungen und spirituellen Erfahrungen dienen, wobei die entsprechenden Riten und Rituale sehr machtvoll wirken können – das war schon im alten Indien, in China, im indianischen Südamerika bekannt und das Wissen setzt sich hierzulande mehr und mehr durch (sh. z.B. “Juwel im Lotos”).

Ein Kind der 80er Jahre – Neo-Tantriker kreieren die Tantramassage

Figur der indischen Götfin Shakti TantraDie heutigen, in Instituten wie dem Dakini in Köln, angebotenen Tantramassagen sind – anders als viele zunächst denken – keine Original-Rituale aus dem historischen Tantra. Sie entstanden im Rahmen der Neo-Tantra-Bewegung in den 1970er-Jahren vorwiegend in Deutschland und den USA. Bei dieser spirituellen Bewegung spielt der bekannte indische Guru Osho eine große Rolle, da er Tantratechniken über seine Anhängerschaft weltweit verbreitete. In dem 1970er- und 1980er-Jahren waren die Menschen auf der Suche nach neuen Erklärungen für die Zusammenhänge der Welt – eine vielfältige spirituelle Szene entwickelte sich für Sinnsucher. In dieser Zeit wurden die historischen Lehren und Rituale aus dem Tantra von Tantrikern wie der Französin Margot Arnand oder dem Berliner Andreas Rothe (Andro) neu interpretiert und in der Körperarbeit mit anderen spannenden Dingen kombiniert: Bioenergetik, Energielehre des Taoismus, körperorientierte Meditationen nach Osho, Kontaktübungen aus der Theaterarbeit und anderes. Kommerzielle Tantra-Gruppen entstanden, die Rituale wurden weitergegeben und weiterentwickelt. Joseph Kramer und Annie Sprinkle legten damals in den USA den Grundstein für die heutigen Yoni- und Lingam-Massagen, die in die Tantramassage integriert wurden. Die heutige Tantramassage ist somit in den Achzigern des vorigen Jahrhunderts entwickelt worden. Sie bezieht sich im Kern auf die altindische Lebensphilosophie Tantra. Parallel kam auch die Tao-Massage bzw. Yin-Yang-Massage auf, die die Lebensenergie (Qi) mit gezielter Bearbeitung der Meridiane und Akupunkturpunkte nach der chinesischen Energievorstellung entfacht. Tao- und Yin-Yang-Massagen sind Ganzkörpermassagen, die in vielen Tantramassage-Instituten von speziell dafür ausgebildeten Masseurinnen und Masseuren angeboten werden.

Köln, Frankfurt, Stuttgart & Berlin: Die ersten Institute eröffneten in den 90ern

In Deutschland wurde die Tantramassage in den 80er-/Anfang der 90er-Jahre in der sogenannten Neo-Tantra-Szene immer bekannter. Die Pionierinnen der heute angebotenen Tantramassagen lernten diese ganzheitliche Massagetechnik zu dieser Zeit kennen und entwickelten sie stetig weiter. Die Institute sind überwiegend weiblich geführt: 1996 gründete Lea Söhner mit einer Geschäftspartnerin unser Mutterinstitut Dakini in Stuttgart. Im selben Jahr eröffneten Michaela Riedl und Martina Weiser das Ananda in Köln. Ebenfalls in den 90ern entstand das Avalon in Frankfurt unter weiblicher Leitung. Nur in Berlin startete ein Mann mit dem heute noch existierenden Diamond Lotus Institut: Andreas Rothe (Andro). Heute können Sie Dakini-Tantramassagen unter der Leitung von Monika Kochs nicht nur in Stuttgart, sondern auch in Köln genießen. Ein weiteres Dakini in der Schweiz eröffnete Lea Söhner im Jahr 2004 in Zürich.

Tantramassage ist nicht gleich Tantramassage – für Qualität sorgt der TMV

Logo des TMV Tantramassage-VerbandSeit den 2000er-Jahren boomt die Tantramassage in Deutschland. Jede größere Stadt hat einige Institute – leider arbeitet nicht jedes seriös und mit fundiertem Wissen über Anatomie und Energie. Sicherheit bekommen Kunden durch das Siegel des TMV Tantramassage-Verbandes. Dieser etabliert seit einigen Jahren strenge Qualitätskriterien und empfiehlt für die Ausbildung von Tantramasseurinnen und -masseure vom TMV zertifizierte Institute.

Aktuelle Weiterentwicklungen der Tantramassage: Fesseln, Bewegung, Freestyle

Seit ihren Anfängen haben sich die Tantramassagen bei den verschiedenen AnbieterInnen beständig weiter entwickelt. Neue Formen wurden kreiert wie die Kashmirische Massage und die AnandaWave-Massage in Köln oder die Essenzia-Massage im Dakini Zürich. Ja, die heutige Tantramassage ist zeitgemäß und holt Menschen dort ab, wo ihre Themen sind: Immer öfter werden Fesselungen mit der Tantramassage kombiniert, um das Gefühl von Hingabe für gestresste Zeitgenossen stärker spürbar zu machen. Zudem lockern passive Bewegungssequenzen das Ritual auf und ermöglichen einen freien Fluss der Energien. Erfahrene Tantramasseurinnen und -masseure sind in der Lage, eine Freestyle-Tantramassage zu geben, bei der die Intuition den Ablauf des Rituals bestimmt, das dann sehr individuell ausgeführt werden kann. Vielleicht muss jemand erst ganz lange gehalten und beruhigend gewiegt werden, oder ein verspannter Rücken braucht extra viel Massage, damit die Person entspannt durchatmen kann. Auch eine solche intuitive Tantramassage bleibt bei seriösen Anbietern immer streng im Rahmen einer Massage. Ohne Sex – versteht sich. Hier finden Sie alle Informationen zu unserem Angebot der intuitiven Tantramassage im Dakini Köln.


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